Förderung der Gesundheitserziehung

Auch im Bereich der Gesundheitserziehung kann nur das Zusammenwirken von Elternhaus und Schule zu den erwünschten Ergebnissen führen. Die Gesundheitserziehung muss in der Familie so früh wie möglich einsetzen. Hierfür werden eine Fülle von Informationen in den Medien, in speziellen Kursen und Informationsrunden unterschiedlicher Träger, durch medizinische Hilfestellung und auf sonstige Weise angeboten.
In Baden-Württemberg wie auch in den anderen deutschen Bundesländern gibt es in der Schule kein eigenständiges Fach Gesundheitserziehung. Es spräche zwar einiges dafür, und die Forderung nach einem derartigen Fach wird von mancher Seite immer wieder erhoben. Man darf in diesem Zusammenhang jedoch nicht vergessen, dass es nicht möglich ist, dass die Schule für jedes wünschenswerte Aufgabensegment ein eigenes Fach einrichtet. Wie sollen zusätzliche Stunden in einem derartigen Fach untergebracht werden? In Baden-Württemberg erfolgt Gesundheitserziehung in den Schulen über eine Reihe von Fächern verteilt, also als fächerübergreifendes Prinzip. In erster Linie genannt werden müssen hier die Fächer Biologie, Chemie, Sport, Hauswirtschaft.
An vielen Schulen werden auch Projekttage oder Veranstaltungen der Schülermitverantwortung zu Themen wie Ernährung, Zahngesundheit, Hygiene und Infektionskrankheiten durchgeführt. Sie werden häufig von den Eltern unterstützt. Nicht selten erfolgt auch die finanzielle Unterstützung durch den Förderverein der Schule oder durch Sponsoren aus der Wirtschaft.
Sobald die überarbeiteten Lehrpläne in Kraft getreten sind, werden den Schulen zusätzliche Freiräume zur Verfügung stehen, mit denen auch neue Akzente im Bereich der Gesundheitserziehung gesetzt werden können. Dies wird auch Gelegenheit für nachhaltige Unterstützung neuer Projekte durch den Elternbeirat darstellen.