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Die
naturwissenschaftliche Bildung wird auf unterschiedliche Weise gefördert.
Eine Reihe von Wettbewerben, die sich teils an Schülerinnen und
Schüler einer Schulart, teilweise aber auch an Schülerinnen und
Schüler aller Schularten richten, hat sich die Förderung der naturwissenschaftlichen
Bildung zur Aufgaben gesetzt. In den Schulen wird auf diese Wettbewerbe
am Schwarzen Brett und durch Auslage der Unterlagen geworben. Auf
viele der Wettbewerbe wird auch inzwischen im Internet hingewiesen.
Alle
Schularten bieten Arbeitsgemeinschaften zu naturwissenschaftlichen
Themen an. Auch Institutionen der Weiterbildung bieten spezielle
Kurse an.
Seit
Beginn des Schuljahres 1999/2000 ist das naturwissenschaftliche
Profil im Bereich der allgemein bildenden Gymnasien flächendeckend
umgesetzt. Die Profilfächer sind Naturphänomene, Physik, Chemie,
Biologie und das naturwissenschaftliche Praktikum. Im Rahmen der
Weiterentwicklung des gymnasialen Bildungsganges wird in den naturwissenschaftlichen
Profilzügen das Fach "Naturwissenschaft und Technik" als Profilfach
eingeführt werden. Dieses Fach wird die gleiche Stundenausstattung
erhalten wie die 3. Fremdsprache der sprachlichen Profilzüge und
selbst Hauptfach sein.
Im naturwissenschaftlichen Unterricht der Realschulen wird man in
Zukunft neue Wege gehen. Es geht darum, im Rahmen eines Fächerverbundes
in sechs Schuljahren eine tragfähige naturwissenschaftliche Grundbildung
zu vermitteln. Nicht mehr das Nebeneinander der naturwissenschaftliche
Fächer soll den Unterricht kennzeichnen, sondern der Erwerb eines
einheitlichen klar strukturierten, vernetzten Begriffssystems, das
durch den Fächerverbund vermittelt wird. Dies bedeutet den Abschied
vom lieb gewonnenen Fächerdenken, kann jedoch zu vertieftem Erkennen
und Handeln führen.
Auch in den anderen Schularten werden neue Wege für ein vertieftes
Verständnis der Naturwissenschaften beschritten.
Bedeutsam
ist auch, dass im Rahmen der Mädchenförderung neue Wege angedacht
und beschritten wurden. Insbesondere in den naturwissenschaftlichen
Fächern kann ein zeitweiliger monoedukativer Unterricht förderlich
sein. Zwar bleibt es dabei, dass die Koedukation eine wichtige bildungspolitische
Errungenschaft auf dem Weg zur tatsächlichen Gleichberechtigung
von Mann und Frau ist. Trotzdem kann ein zeitweiliges Abweichen
von diesem Grundsatz effektiv sein. Die Bildungspläne gestatten
die Möglichkeit, situationsbezogen vom herkömmlichen Unterricht
in Klassenverbänden abzuweichen und so auf die besonderen Bedürfnisse
einzelner Schülergruppen einzugehen. Dies kann auch im Rahmen von
Arbeitsgemeinschaften erfolgen. Ein unlängst abgeschlossener Schulversuch,
durch den an einigen Gymnasien in Baden-Württemberg mehr Mädchen
für die Wahl der naturwissenschaftlichen Fächer in der Oberstufe
gewonnen werden sollten, zeigte, dass durch die zeitweise Trennung
das Interesse an Physik bei den Mädchen deutlich zugenommen hat.
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