Schule <--> Wirtschaft

Kooperationen anregen:

Schule - Wirtschaft

Kooperationen sind für die Schule wichtig. Hierzu gehört auch die Kooperation von Schule und Wirtschaft. In mehrfacher Weise kann diese Kooperation funktionieren. Es gibt in Baden-Württemberg kein eigenes Fach Wirtschaftserziehung an den Schulen. Vielmehr ist die Wirtschaftserziehung eines der fächerübergreifenden Themen. Die Wirtschaft kann den Fachlehrern für ihren Unterricht gezielt Materialien zur Verfügung stellen, auch die Mitarbeit von Fachleuten im Unterricht anbieten. Die Fachlehrer können dann bei komplizierten wirtschaftlichen Fragestellungen gezielt Fachleute in den Unterricht einladen, die zur Verdeutlichung beitragen.

Besondere Bedeutung kommt der Kooperation Schule und Wirtschaft auch im Rahmen der Arbeitsplatzerkundungen und Sozialpraktika der Schulen zu. Je reibungsloser die Zusammenarbeit zwischen Schule und Wirtschaft funktioniert, desto gezielter können die Jugendlichen auf den praktischen Einblick in die Wirtschaft vorbereitet werden.

In diesem Zusammenhang muss auch darauf hingewiesen werden, wie häufig Unternehmen der freien Wirtschaft im schulischen Bereich bereits als Sponsor aktiv geworden sind. Die Schulen wären auch in Zukunft dankbar für jede Leistung eines Sponsors sein, der die Erfüllung des Bildungs- und Erziehungsauftrags der Schule fördert. Alle Ideen, die diesem Ziele dienen sollten nachhaltig unterstützt werden.

Kooperation Schule - Jugendhilfe

Schulen sind dankbar, wenn die Jugendhilfe sie bei der Erfüllung des Erziehungs- und Bildungsauftrags unterstützt. Wenn es beispielsweise um Gewaltprävention, Suchtprävention und Verweigerung der Erfüllung der Schulpflicht geht, ist eine enge Zusammenarbeit zwischen Schule und Jugendhilfe in vielen Fällen sehr segensreich. Die Schulen können nicht alle Probleme ohne Hilfe von außen lösen und sind daher dankbar, wenn ihre Möglichkeiten durch den Sachverstand der Jugendhilfe ergänzt wird. Es ist davon auszugehen, dass dieser Kooperation in Zukunft noch gesteigerte Bedeutung zukommt.

Kooperation Schule und weiterführende Schule:

Die Schularten müssen sich als Teil des ganzen Bildungssystems verstehen. Um Erziehungsberechtigte richtig bei der Wahl der Schule zu beraten, müssen die Lehrkräfte über die Struktur und die inhaltliche Ausgestaltung anderer Schularten informiert sein. Die Lehrkraft an einer Grundschule muss wissen, welche Zielsetzungen die auf der Grundschule aufbauende Schularten verfolgen und welche Voraussetzungen Schülerinnen und Schüler für einen erfolgreichen Besuch dieser Schulart mitbringen müssen. Es ist auch wichtig, dass die Lehrkräfte über die ganz spezifische Situation des jeweiligen Schulorts informiert sind. Sind mehrere weiterführende Schulen vorhanden, so sollten auch Aussagen zu den Förderungsprofilen gemacht werden und zu der ganz konkreten Situation bei der einen oder anderen Schule. Dies bedeutet freilich für manche Lehrkräfte ein Abschied vom Lagerdenken, der jedoch im Interesse der Aufgabe unabdingbar ist.